Die Bisons (Gattung Bison) gehören zur Familie der Wiederkäuer (Bovidae) und sind eine von zwei lebenden Arten innerhalb dieser Gattung. Die anderen Art ist die asiatische Wasserbuffel-Bison-Unterart, die jedoch heute meist als eigenständige Art angesehen wird.

Einordnung

Die Bisons wurden ursprünglich zu den Hirschen gerechnet und erst später in eine eigene Familie klassifiziert. Dies liegt daran, dass ihre Merkmale jetzt spielen sowohl bei Pferden (Equus) als auch bei Hirschen (Cervidae) vorliegen. Es ist jedoch nicht gelungen, einen gemeinsamen Vorfahren oder eine engere Beziehung zwischen Bisonen und Pferden nachzuweisen.

Herkunft

Die Bisons haben wahrscheinlich in Nordamerika entstanden, wo ihre Verwandten noch heute leben. Die Fossilien von Bisonartigen reichen bis ins Pleistozän zurück und sind hauptsächlich auf der amerikanischen Großwüste und den Gebieten Kanadas gefunden worden. Eine weitere Herkunft aus Asien ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen.

Verbreitung

Die Bisons haben sich im Laufe ihrer Geschichte weit über Nordamerika verbreitet. Im heutigen Amerika leben verschiedene Unterarten von Bisonen, wie die in den Vereinigten Staaten und Kanada heimischen amerikanische Wapiti-Bison-Unterart (Bubalus bison) sowie der größte Teil des Bestands der Großen Bisons (Bison bison). In Asien gibt es ebenfalls noch einige Unterarten. Die Asiatische Bison-Unterart lebt in China, Mongolei und Korea.

Merkmale

Die Bisons gehören zur Familie der Wiederkäuer und haben sich von anderen Tieren durch ihre Größe und Stärke unterschieden. Sie sind einschließlich des Halses etwa zwei Meter lang und erreichen ein Gewicht zwischen 400 bis 900 Kilogramm.

Körperbau

Ein Bison hat eine dunkelbraune Fellfarbe mit weißen oder schneeweißen Streifen auf der Brust, Schultern und dem Rücken. Der Kopf ist groß und breit, die Augen sind klein, aber durch ihre Stärke können sie schnell reagieren.

Verhalten

Bisons leben in Herden von zehn bis 30 Exemplaren, manchmal auch in größeren Gruppen. Die Büffel- oder Bisons-Herde besteht hauptsächlich aus erwachsenen Tieren und ihren Jungen. Sie haben eine streng hierarchische Struktur innerhalb der Gruppe.

Nahrungsaufnahme

Bisons sind herbivor, sie ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen wie Grassorten (vor allem Schilfrohr) und verschiedenen Blattgewächsen. Sie können aber auch Nüsse essen, insbesondere in Zeiten der Vegetationsperiode.

Lauf- und Sprintgeschwindigkeit

Bisons laufen schnell mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 50 bis 60 km/h (31 bis 37 Meilen pro Stunde), sie können jedoch auch kurzfristig sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen, wenn sie jagen oder gefährdet werden.

Gefahr für menschliche Bevölkerung

Bisons stellen für die Landwirtschaft und den Ackerbau eine ernsthafte Gefahrenquelle dar. Sie zerstören Felder und verursachen wertvolle Nahrungsmittelverluste. Aufgrund dieser Verbreitung hat die Regierung verschiedene Maßnahmen ergriffen, um deren Bestands zu reduzieren.

Menschliche Bedeutung

Bisons haben eine bedeutende kulturelle Stellung in der Welt des Nordamerikas. Ihre Häute werden von den Ureinwohnern als Schmuck und für rituelle Zwecke verwendet. Außerdem sind sie ein beliebtes Ziele für Jäger.

Zuchtprogramme

Da sich die Bisonbestände im 19. Jahrhundert stark reduzierten, haben verschiedene Organisationen Gegend ausgestochene Wapiti-Unterart-Tiere zusammengezogen und künstlich gezüchtet. Die bestehenden Zuchtsysteme basieren hauptsächlich auf der Unterart Bubalus bison.

Schutzprogramme

Bisons genießen weltweit einen anfänglichen Schutz vor dem Aussterben, aber die genaue Gefährdung ist stark von Region und Zeit abhängig. Trotzdem hat sich ihr Bestand nur langsam erholt.

In Europa gibt es keine frei laufenden Bisonpopulationen; nur in einem wenigen Naturschutzbereich sind sie zu sehen.

Reproduktionsverhalten

Bisons gebären ein Junge nach einer Tragzeit von neun bis elf Monaten, wobei die Schwangerschaft durch das Weibchen gesteuert wird. Die Jungen werden zwischen den zwei Wochen und drei Jahren aufgenommen.

Ein Bison kann viermal in seinem Leben Kalb haben. Da diese Geburten sehr unregelmäßig stattfinden können sie manchmal zwei Jahre nacheinander keine Kälber bekommen.

Reproduktion

Die Bisons unterteilen sich in Männliche (Büffel) und Weibliche. Die männlichen Tiere erreichen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50-60 km/h während der weiblichen Tiere etwa 40-45 km/h.

Bison ergeben ein sehr starkes Verhältnis zwischen der Geschlechtsgemeinschaft, aber nicht jeder Bison bringt Kinder zur Welt. Da manchmal zwei Jahre nacheinander keine Kälber vorhanden sind müssen die Eltern aufpassen, dass sie beide eine andere Herde finden können.

Umwelt- und Schutzbedürfnisse

Bisons leben in einer Umgebung mit großen Flächen ausgedehnter Wüsten. Sie benötigen viel Platz für das Aufziehen der Nachkommen; die Jungen wachsen zu sehr langsamer Rate als andere Tiere auf der Welt, bei denen sie sich auch schneller erholen können.

Schutzmaßnahmen

Die Bisons werden durch verschiedene Naturschutz-Organisationen geschützt. Die Behörden haben ein starkes Engagement gegenüber den Bisons und versuchen die Bisonpopulation wieder zu stärken.

In den 1980er Jahren wurde im Vereinigten Königreich der ‚Bison-Schutzplan‘ in Kraft gesetzt, um Bisons zu schützen. Das Programm zielt darauf ab, die Population von etwa fünfzig Individuen auf eine Million nach Jahrzehnten des Rückgangs zu erhöhen.

Die Schutzziele sind auch im Ausland, wo man versucht ein möglichst großes Bevölkerungszahl zu erreichen. Durch das Wachsende der Bestands wird man den Bisonbestand in die Natur zurückerhalten können und dann werden Bisons eine zukünftige Option für eine natürliche Balance zwischen dem Umwelt-System des Wildtiers und seiner menschlichen Bevölkerung bilden.

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